Bedroom-Pop ohne Extrawünsche: Anaïs im Porträt

Anaïs zieht es 2026 auf große „wünsch dir was – extrawünsche tour“

Von YouTube-Covern im Kinderzimmer bis auf die Bühnen der großen deutschsprachigen Indie-Pop-Acts: Anaïs gehört zu jener neuen Künstlerinnengeneration, die Social Media als kreativen Ausgangspunkt genutzt hat. Mit einer Mischung aus Lo-Fi-Ästhetik, melancholischem Alternative-Pop und einer Stimme voller Charakter entwickelte sie sich innerhalb weniger Jahre vom Bedroom-Pop-Geheimtipp zur festen Größe. Anaïs singt von Orientierungslosigkeit, Großstadtgefühlen, Beziehungen. 2026 kannst du die Singer-Songwriterin live erleben, wenn sie auf gleichnamiger „wünsch dir was – extrawünsche tour“ zieht.

Von den Bravo-Hits bis in die deutschen Charts

 

 

Anaïs zählt zu den spannendsten neuen Stimmen des deutschsprachigen Indie-Pop. Die 2000 in München geborene Singer-Songwriterin wuchs in Hamburg und Hannover auf und lebt heute in Berlin. Durch ihre belgische Mutter zweisprachig erzogen, bewegt sie sich lyrisch polyglott zwischen deutscher, englischer und französischer Sprache. Im Grunde genommen beginnt ihr musikalischer Werdegang schon mit sechs Jahren im Schulchor. Damals bezog sie ihre Inspo noch aus den Bravo-Hits und dem dreamy Pop von Selena Gomez. Nach ersten Erfahrungen in Chören und Schulbands begann sie während der Corona-Zeit, eigene Songs und Coverversionen auf YouTube zu veröffentlichen. Schnell entwickelte sich daraus ein eigenständiger Bedroom-Pop-Sound zwischen melancholischer Intimität, urbaner Leichtigkeit und zeitgenössischer Indie-Ästhetik.

Alternativer Pop mit Lo-Fi

 

 

Mit Veröffentlichungen wie „My World So Blue“, „Psychopath“ mit Oscar Anton oder ihrem Album „Wasting My Nights“ machte sich Anaïs früh einen Namen in der deutschen Indie-Szene. Besonders Songs wie „Berlin City Girl“ und „Hold On“ sorgten für wachsende Aufmerksamkeit. Parallel dazu etablierte sie sich als gefragter Live-Act und tourte bereits früh durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zudem war sie Support-Act für Künstlerinnen und Künstler wie Nina Chuba, Giant Rooks, Provinz, MAJAN sowie 2025 für Cro und 2026 für Zartmann.

 

 

Ihr Sound hat sich über die Jahre gewandelt. Anaïs selbst beschreibt ihn als Alternative-Pop, also „poppig, aber nicht so krass Radio“, mit Lo-Fi-Einflüssen. Was von Anfang an geblieben ist, ist ihre markante, leicht raue Stimme mit Timbre und hohem Wiedererkennungswert, die Wärme, Melancholie und Coolness zugleich transportiert.

 

 

Seit Anfang 2025 steht Anaïs beim Mannheimer Label Good Kid Records unter Vertrag. Mittlerweile setzt Anaïs verstärkt auf deutschsprachige Songs. So auch auf ihrer jüngst releasten EP „wünsch dir was“. Darauf vereint sie auf sieben Tracks verträumte Indie-Pop-Momente mit Großstadtmelancholie, der Leichtigkeit der 20er und pointierten Alltagsbeobachtungen. Titel wie „wirbelwind“, „valentino“, „désolée“, „fremdknutschen“ oder „juli“ fanden schnell ihren Weg in Streaming-Playlists und Radiosender im gesamten deutschsprachigen Raum.

„wünsch dir was – extrawünsche tour 2026“

Live überzeugt Anaïs vor allem durch ihre unmittelbare Bühnenpräsenz. Sie hat eine sehr natürliche Art, mit dem Publikum zu interagieren – locker, spontan und ohne große Distanz. Zwischen den Songs entstehen oft kleine, persönliche Momente, die ihre Konzerte eher wie ein gemeinsames Erleben als wie eine klassische Popshow wirken lassen. Musikalisch wechseln ihre Auftritte dynamisch zwischen verträumten, fast schwebenden Passagen und druckvolleren Indie-Pop-Momenten mit treibenden Beats. Gerade die ruhigeren Songs gewinnen live an Intensität, weil ihre Stimme dort besonders direkt und ungefiltert wirkt. Gleichzeitig bringt sie in schnelleren Tracks eine jugendliche Energie auf die Bühne, die das Publikum sofort mitnimmt.

Wenn du Anaïs unbedingt live erleben willst, kannst du sie ab dem 03. September auf ihre „wünsch dir was – extrawünsche tour 2026“ begleiten. Abstecher macht sie unter anderem in Wiesbaden, Essen und Erlangen.

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Musa

Seit 2017 bin ich Teil des Reservix-Teams. Wenn ich nicht für das Ticketmagazin schreibe, verbringe ich im flackernden Kerzenschein einsame Stunden an meiner Schreibmaschine, um humanistische Liebesgedichte und Fanbriefe an Paul McCartney zu verfassen. Gerne auch zu einem Gläschen Malzbier.