Das Runde muss ins Eckige: Was dich bei der Bundesliga-Saison 20/21 erwartet

Rund einen Monat später als im vergangenen Jahr wurde am 18. September 2020 das Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 ausgetragen. Die Saison 20/21 steht allerdings noch wie vor unter einem angespannten Stern. Ob es wieder der Stern des Südens sein wird, Stadionbesuche möglich werden oder andere Überraschungen warten, erfährst du in diesem Artikel!

Abstand, Adresse und Auswahlverfahren

Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebs wurden die letzten neun Spieltage der Saison 19/20 ohne Zuschauerinnen und Zuschauer ausgetragen. An die sogenannten Geisterspiele will sich aber niemand so richtig gewöhnen. Denn selbst wenn man die Spiele auf dem Sofa verfolgt, vermisst man die Aufschreie, Jubelchöre und Fangesänge von den Tribünen. Sicherlich sind die Anweisungen von Trainern oder Spielern, die man im leeren Stadion deutlich besser über die Außenmikrofone hören kann, teilweise interessant; aber eben noch lange kein Ersatz für die Atmosphäre und Kraft aus der gebündelten Emotion tausender Menschen. Doch es scheint Licht am Ende des Tunnels zu geben:

Die ersten Spiele der neuen Saison wurden bereits ausgetragen mit Publikum, aber unter besonderen Regeln. Jeder Verein verfügt über ein bestimmtes Kartenkontingent für seine heimische Spielstätte. So wird in Wolfsburg gerade einmal 500 Fußballfans Einlass gewährt, in Dortmund hingegen dürfen ganze 10.000 Karten verkauft werden. Doch wie kommt man an die begehrten Tickets? Die meisten Bundesligisten geben zunächst den Dauerkartenbesitzer den Vorzug und selbst unter diesen wird dann oft noch ausgelost, wer das Spiel aus nächster Nähe betrachten darf. Hygienekonzepte, Adresslisten, geänderte Anfahrten und Alkoholverbot (bis vorerst 31.10.2020) sind weitere Abweichungen zum gewohnten Stadionbesuch. Und auch wenn viele Spieltagsrituale aktuell nicht möglich sind, bietet eine Veränderung auch immer neue Möglichkeiten. Der in Vergangenheit oft schwierige Austausch zwischen Fans und Vereinen muss nun mehr denn je forciert werden. Eine Chance für alle Parteien, gestärkt aus dieser besonderen Saison hervorzugehen. Denn am Ende verbindet alle dasselbe: die Gemeinschaft, der Verein und der Fußball.

Nur Corona kann die Bayern stoppen

Meisterschaft, Pokalsieg und Champions-League-Gewinn. Man könnte meinen, dass der ewige Erfolgshunger des FC Bayern München mit dem gewonnenen Triple 2020 vorerst gestillt sein muss. Doch angesichts des durchdachten Kaders aus erfahrenen Spielern, Vereinslegenden von morgen und blutjungen Talenten ist es naiv, auf Appetitlosigkeit zu spekulieren. Königstransfer Leroy Sane findet sicherlich auch Geschmack an der deutschen Meisterschale und mit Hansi Flick steht zudem noch ein Trainer an der Seitenlinie, der gerade erst begonnen hat, die Regale mit Trophäen zu füllen. Möglicherweise befinden wir uns gerade erst am Anfang einer ganz neuen Bayern-Ära.

Doch wer kann die übermächtig scheinende Mannschaft aus München stoppen? Erster und konstantester Kandidat ist seit geraumer Zeit der Ballspielverein aus Dortmund. Bekannt für die geschickte Transferpolitik, konnte man ein interessantes, mit unheimlich viel Potential ausgestattetes Team formieren, das vor allem in der Offensive das ein oder andere Spektakel im Programm bereithält. Wenn Erling Haaland und Jadon Sancho auf dem Platz zueinanderfinden, Reus verletzungsfrei bleibt und das Gefüge insgesamt harmonisch agiert, wird der BVB diese Saison richtig Spaß machen. Eine wackelige Abwehr oder polarisierende Kraft aus internen Reihen wären aber nicht zum ersten Mal Faktoren, die am Ende den Unterschied zum obersten Tabellenplatz machen.

Side Fact: Eine weitere spannende Personalie der Schwarz-Gelben kam im Sommer 2020 noch aus der eigenen Jugend zum Profikader. Youssoufa Moukoko ist ein echter Rohdiamant, wird im November erst 16 Jahre alt und könnte somit noch dieses Jahr zum jüngsten Bundesligaspieler aller Zeiten werden.

Wer ist noch im Rennen? Die Verfolger setzen sich wahrscheinlich aus RB Leipzig, Bayer 04 Leverkusen und der Borussia aus Mönchengladbach zusammen. Bis auf den Verlust zweier Aushängeschilder des deutschen Fußballs in Person von Kai Havertz und Timo Werner (beide zu FC Chelsea) konnten die Kader der Teams gut zusammengehalten und verstärkt werden. Laufen bei einer dieser Mannschaften einige Zahnrädchen besonders gut zusammen, so könnte sich aus diesem Kreis ein Herausforderer für den FC Bayern München hervortun.

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Yannic

Seit 2020 bin ich Teil der Reservix-Redaktion. Weil Zuhause meine Schreibtischlampe den Geist aufgegeben hat, schreibe ich jetzt hier fleißig Texte. Ansonsten versuche ich, Barré-Akkorde zu greifen und schieße Fotos, Videos oder Bälle durch die Gegend. Achso, irgendwas mit Medien studiere ich auch noch.

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