Der Wiesn-Knigge – fünf Tipps für das Überleben im Festzelt

Das sind die Fragen, die alle Wiesn-Neulinge bewegen: Darf ich auf dem Tisch tanzen, wie ist das mit der Weißwurst und wo gehört noch mal die Schleife hin? Mit unserem Wiesn-Knigge tappst du garantiert nicht ins Senfnäpfchen.

Schleife am Dirndl

Es soll immer noch Menschen geben, die nicht wissen, was die Position der Schleife bedeutet. Keine Sorge, wir erklären es gerne noch einmal: Ist die Schleife links gebunden, ist die entsprechende Person ledig und zu Flirtereien bereit. Wenn das Band jedoch rechts gebunden wird, solltest du die Finger davon lassen – vielleicht wartet an der nächsten Bierbank schon der eifersüchtige Partner. Wer eine Schleife vorne mittig trägt, ist nicht etwa unentschlossen, sondern outet sich als Jungfrau. Eine am Rücken befindliche Schleife hingegen ist nicht eindeutig. Entweder ist die Dame verwitwet oder sie gehört zum Bedienungspersonal. Einfach daran ist: In beiden Fällen ist sie vermutlich nicht an Annäherungsversuchen interessiert.

Schunkeln

Schunkeln ist im Festzelt nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht. Es gibt allerdings eine Zone, bei der das Ordnerpersonal keinen Spaß versteht und die es eisern von Feierwütigen freihält: die Tische. Sobald jemand einen Fuß daraufstellt, schnellen Festzelt-Ninjas aus dem Nichts hervor, um denjenigen vom Tisch, dem Zelt und vielleicht sogar aus diesem Universum zu entfernen. Kein Scherz. Nicht einmal Chuck Norris dürfte auf dem Tisch tanzen. Höchstens der Tisch auf ihm.

Tische reservieren

Diese Regel ist sehr einfach: Ohne Sitzplatz kein Bier. Das bedeutet, du kannst zwar im Festzelt herumstehen und dein Dirndl zur Schau tragen, aber dabei wirst du leider verdursten. Deswegen gilt – frühzeitige Reservierung von Tischen, je nach Größe der Gruppe einen oder mehrere. Dann entfallen auch das lästige Anstehen und das Hoffen auf einen freien Platz.

Weißwurst

Die Weißwurst ist der heilige Gral des Oktoberfestes und der Bayern generell. Man „isst“ sich einig, dass sie vor 12 Uhr verzehrt werden muss. Diese Tradition stammt aus der Zeit, als es noch keine maschinelle Kühlung gab: Wenn die Weißwurst am Morgen frisch hergestellt wurde, musste sie schnell gegessen werden, um nicht zu verderben. Andere Quellen behaupten, der Brauch rühre daher, dass Weißwürste vor allem an Handwerker verkauft wurden. Die mussten um die Mittagszeit der betuchteren Kundschaft Platz machen.

Zuzeln oder schneiden?

Weißwurstkunde, Teil 2: Vor allem Nichtbayern tappen in die Falle und fragen „Wie soll ich das Ding denn nun essen?“ Alle Preußen können jetzt aufatmen. Mittlerweile hat der Wiesn-Gänger die Wahl zwischen dem Zuzeln, bei dem die Wurst aus der Pelle gesaugt wird, und dem ganz profanen Schneiden. Das „Hälftln“, bei dem die Haut an der Oberseite durchtrennt und die Wurst anschließend aufgeklappt wird, ist eine unbekanntere, aber sehr elegante Lösung.

Alles verstanden? Dann bist du jetzt bestens gewappnet für die Wiesngaudi. Oktoberfeste in ganz Deutschland und bestimmt auch in deiner Nähe findest du auf www.reservix.de.

Lena

Seit 2015 bin ich Teil des Reservix-Teams. Wenn ich nicht für das Ticketmagazin schreibe, findet man mich am Grill, auf dem Pferd oder mit der Nase im Duden – nur selten alles gleichzeitig.

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