Endlich mitreden! – Baseball-Regeln und Wissen kompakt

Endlich mitreden – Baseball-Regeln

Nordamerika und Baseball, das gehört einfach zusammen. Doch auch in Europa wird das Spiel mit dem Schläger immer beliebter. Es ist also an der Zeit, dass du dich mit den Baseball-Regeln vertraut machst. Damit du beim nächsten Match genau weißt, worum es geht, haben wir dir hier die wichtigsten Fakten zusammengestellt:

Die wichtigsten Baseball-Regeln

Das Ziel des Spiels: Baseball mag noch so kompliziert sein, im Kern gleicht es vielen anderen Ballsportarten. Denn es geht wie so oft darum, dass zwei Mannschaften versuchen, mehr Punkte als die andere zu erzielen. Wem das innerhalb der Spielzeit gelingt, geht als Sieger vom Platz. Das klingt doch recht einfach, oder? Dann kann es ja jetzt richtig losgehen.

Innings: Apropos Spielzeit – Im Baseball gibt es keine festgelegte Dauer. Stattdessen ist das Spiel in Abschnitte, die sogenannten Innings, unterteilt. Im Normalfall dauert ein Spiel neun Innings lang. Ein einzelner Spielabschnitt besteht aus zwei Phasen. Zunächst ist die eine Mannschaft in der Offensive und versucht Punkte zu erzielen, während das andere Team verteidigt. Anschließend werden die Rollen getauscht. Weil es hier ebenfalls nicht nach einer festgelegten Zeit geht, dauert ein normales Spiel mindestens zwei bis drei Stunden. Viel Geduld, gutes Sitzfleisch und ausreichend Proviant sind also ein absolutes Muss für jeden Fan.

Das Feld: Doch nicht nur die Dauer ist anders als bei den meisten anderen Sportarten, sondern auch das Feld. Bei den vielen Markierungen kann man schnell den Überblick verlieren. Doch für den Anfang reicht es, wenn du weißt, was Base und Plate bedeuten. Das sind vier Markierungen, die zusammen die Eckpunkte eines Quadrats ergeben. Auf der ersten Markierung, der Home Plate, geht es los. Von hier aus versuchen die Spieler, den Ball mit dem Schläger in den Himmel zu jagen. Wenn einem Spieler ein Schlag gelingt, kann er zur nächsten Markierung, der ersten Base, entgegen dem Uhrzeigersinn laufen. Das Quadrat wird durch die zweite und dritte Base komplettiert. Mehr musst du für den Anfang nicht wissen. Was es mit der Foul Line, dem Infield und dem Outfield auf sich hat, das lernst du am besten direkt beim Spiel.

Pitcher und Batter: Auch wenn während des Spiels zahlreiche Spieler auf dem Feld stehen, liegt der Fokus auf zwei Personen: Pitcher und Batter. Der Pitcher ist in der verteidigenden Mannschaft. Seine Aufgabe ist es, den kleinen Ball so zu werfen, dass der Spieler mit dem Schläger den Ball verfehlt oder nur schwach schlagen kann. Wenn der Batter, also der schlagende Spieler, den Ball allerdings trifft, kann er auf Punktejagd gehen. Dann rennt er los und versucht, sich auf die erste Base zu retten. Gelingt ihm im Laufe des Spiels eine Umrundung des Quadrats, so sammelt er einen Punkt für sein Team. Denn dann hat er einen sogenannten Run geschafft.

Die Dreier-Regel: Ja, Baseball ist kompliziert. Und ja, auch eingefleischte Fans müssen manchmal einen Blick ins Regelwerk werfen, um das Geschehen auf dem Platz zu verstehen. Aber mit der Zahl drei kann man sich schon vieles merken. Du weißt mittlerweile, dass es drei Bases gibt. Und du weißt, dass der Pitcher den Ball zum Batter werfen muss. Wirft er so gut, dass der Batter den Ball nicht trifft, gibt es einen Strike. Drei Strikes bedeuten das Aus für den Batter. Neben den Strikes gibt es zwei weitere Möglichkeiten, einen Offense-Spieler vom Feld zu schicken. Wird der geschlagene Ball direkt in der Luft gefangen, nennt man das Flyout. Wird der Ball vom Boden aufgehoben und zur ersten Base geworfen, bevor der angreifende Spieler dort ankommt, heißt es Groundout. Drei solcher Outs bedeuten das Ende einer Phase des Innings und den Wechsel zwischen angreifender und verteidigender Mannschaft. Merke dir also für den nächsten Stadionbesuch, dass es drei Bases, drei Strikes und drei Outs gibt. Dann hast du schon einiges verstanden.

Zusatzinformation für alle Wissbegierigen:

Der „Sweet Spot“: Vielleicht hast du schon einmal etwas vom Sweetspot gehört. Davon ist beim Baseball die Rede, wenn ein Spieler den Ball optimal mit dem Schläger trifft. Dabei wird das Maximum an Energie vom Schläger auf den Ball übertragen. Nicht selten wird das runde Leder dadurch bis auf die Zuschauerränge gedroschen. Das bringt nicht nur Punkte, sondern auch viel Vergnügen bei den Fans, die sich auf Balljagd begeben

Der „Home Run“: Eine Sache darf natürlich nicht fehlen: der Home Run. Ob Baseball-Fanatiker oder Sportmuffel, diesen Begriff hat wirklich jeder schon mal gehört. Im Spiel wird damit ein Schlag genannt, bei dem der Ball über den Außenzaun hinweg fliegt. Anschließend können alle angreifenden Spieler, die schon auf dem Feld sind, in Ruhe ins Ziel einlaufen. Jeder einzelne Spieler bringt seiner Mannschaft damit einen Punkt ein. Bei drei Bases und einer Homeplate können sich maximal vier Spieler bei einem Home Run auf dem Feld befinden. Das heißt, ein solcher Schlag bringt dem angreifenden Team im Bestfall auch vier Punkte ein.

Hoffentlich hast du nach dieser kurzen Regelkunde ein paar Fragezeichen weniger im Kopf. So oder so, es ist am einfachsten, wenn du dir ein paar Spiele live und aus nächster Nähe anschaust.

Eine ideale Gelegenheit dafür bietet dir die Baseball Europameisterschaft in Bonn.

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Tilman

Seit 2013 bin ich Teil des Reservix-Teams. In meiner Freizeit versuche ich, das Runde ins Eckige zu schießen. Nebenher studiere ich – aber nur so lange, bis mich endlich Jogi Löw anruft.

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