Endlich mitreden! – Handballregeln und Angeberwissen kompakt!

GWD Minden Handballregeln

Handball ist direkt nach Fußball die zweitbeliebteste Sportart in Deutschland. Die Regeln sind allerdings etwas komplizierter und das Spiel läuft deutlich schneller ab. Damit du trotzdem beim nächsten Spiel alle Spielzüge und Entscheidungen verstehst, haben wir hier eine Übersicht der wichtigsten Handballregeln für dich erstellt:

Die Basics:

Was haben Fußball und Handball gemeinsam? Genau, das Runde muss ins Eckige. So fallen beim Handball deutlich mehr Tore, aber das Ziel ist das Gleiche. Am Ende der Spielzeit geht nur das Team als Sieger vom Platz, dem es gelungen ist, dem anderen mit gezielten Würfen mehr Bälle ins Tor zu knallen. Dazu haben die Teams aus je sechs Feldspielerinnen oder Feldspielern sowie einem Torhüter oder einer Torhüterin zweimal 30 Minuten Zeit. Bei Einstand kommen gegebenenfalls zweimal fünf Minuten Verlängerung hinzu. Gespielt wird der Ball mit den Händen und dem Körper. Der beabsichtigte Einsatz von Füßen und Unterschenkeln ist aber ein klarer Regelverstoß. Hiervon ausgenommen sind nur die Torhüterin oder der Torhüter. Die extreme Geschwindigkeit eines Handballspiels ergibt sich daraus, dass nur drei Schritte mit dem Ball gemacht werden dürfen beziehungsweise man diesen nur drei Sekunden festgehalten darf. Danach muss der Ball entweder auf den Boden geprellt, an ein Teammitglied gepasst oder aufs Tor geworfen werden.

Das Spielfeld und die Linien:

40 Meter lang und 20 Meter breit ist das Parkett, das die Handballerinnen und Handballer in ihren heiligen Hallen bespielen. Angespielt wird auf der Mittellinie, ansonsten finden die rasanten Spielzüge hauptsächlich an der Linie zum Tor statt. Der Torraum darf nur von den Keepern betreten werden und hält die Offensive auf gut sechs Meter Abstand. Diese Regel sorgt dafür, dass es direkt an dieser Linie zu starkem Gedränge der Offensiv- und Verteidigungsreihen kommt. Wird dabei ein Foul begangen, gibt es zwei wichtige Linien: Die Freiwurflinie liegt gut neun Meter vom Tor entfernt und ist der Mindestabstand, der beim Freiwurf eingehalten werden muss. Geworfen wird aber vom Ort des Fouls aus. Die 7-Meter-Linie ist dahingegen nichts anderes als der Elfmeterpunkt beim Fußball. Wird mit dem Foul eine klare Torchance verhindert, muss sich die Torfrau oder der Tormann der Herausforderung eines Wurfes von dieser Linie stellen.

Fouls:

Handball ist ein körperbetontes Spiel, aber nicht alles ist erlaubt. Das Regelwerk ahndet hier beispielsweise das Wegschlagen oder Entreißen von Bällen. Das Festhalten des Gegenübers und andere Vergehen, die die normale Spielintensität überschreiten oder das Spiel behindern, sind ebenfalls verboten. Bei leichten Fouls gibt es zunächst erstmal die gelbe Karte als Verwarnung, jedoch nur dreimal pro Team. Bei erneutem Regelbruch steigen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter auf Zeitstrafen um. Halten die Unparteiischen zwei Finger in die Luft, ist das kein Peace-Zeichen. Nach Frieden verlangen sie aber trotzdem und schicken Spielerinnen oder Spieler nach begangenem Foul zwei Minuten vom Feld. Drei dieser Zwei-Minuten-Strafen desselben Teammitglieds ergeben dann die berüchtigte Rote Karte und damit den Ausschluss für das restliche Spiel. Allerdings darf Ersatz aufgestellt werden und das Team muss sich nach Ablauf von zwei Minuten nicht weiter in geringerer Zahl behaupten. Viele Fouls gehören dabei zu einem normalen Handballspiel dazu, da ein Ballgewinn ohne diese kaum möglich ist. Teams müssen strategisch abwägen, an welchen Stellen sich diese lohnen und welches Risiko sie eingehen möchten.

Kurioses Handball Wissen:

Nicht nur die Spielenden, die Trainerriege und andere Teammitglieder können einen 7-Meter-Wurf verschulden. Die Internationalen Handballregeln sehen vor, dass die Verhinderung einer Torchance durch andere Personen oder höhere Gewalt ebenso geahndet werden muss. Heißt im Klartext: Wenn es kurz vor Ende eines Spiels unentschieden steht, hängt die Entscheidung über den Ausgang nicht nur von den Teams ab. Ebenso kann ein Stromausfall im entscheidenden Moment oder eine nackte Person, die übers Spielfeld flitzt, die Unparteiischen zum Strafwurf zwingen und so den Spielverlauf maßgeblich beeinflussen.

Wir hoffen, du hast jetzt etwas mehr Einblick in die Handballregeln und bist schon heiß auf das nächste Handballspiel. Viel Spaß dabei!

Und falls dir Handball-Wissen nicht genügen sollte, haben wir natürlich noch weitere Sportarten im Petto. Wie wäre es denn mit Eishockey?

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Max

Seit 2019 bin ich Teil der Reservix-Redaktion. Wenn ich gerade nicht in die Tasten haue, trefft ihr mich vielleicht irgendwo draußen mit Kletterschuhen, Skiern oder Surfbrett unterm Arm. Oder mit einem Drink in der Hand, voller Stolz in den Gedanken versunken, wie gut es mir gelungen ist, mich nach dem letzten Festival wieder in die Gesellschaft zu integrieren.

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