
Jahrhunderte der Musikgeschichte haben nicht bloß großartige Kompositionen und Liedtexte hervorgebracht, sondern auch jede Menge Lovestories, die unter die Haut gehen. Passend zum Tag der Liebe am 14. Februar 2025 wenden wir uns dem wohl am meist besungenen Thema der Welt zu! Vom Antikensänger Orpheus und A$AP Rocky bis hin zu Wolfgang Amadeus Mozart und Johnny Cash, das Musikbusiness schwappt geradezu über vor Romantik. Hier kommt der erste Teil der größten Lovestories der Musikgeschichte!
Sonny & Cher
Als US-amerikanisches Pop-Duo hielten Sonny & Cher zwischen 1964 und 1977 die internationale Musikwelt auf Trab. Mit insgesamt drei Studioalben, zwei Filmsoundtracks und einer Vielzahl veröffentlichter EPs zählt das Duo zu einem der erfolgreichsten der Musikgeschichte. Den meisten von uns sind die beiden vor allem durch die Songs „Baby Don’t Go“ und „I Got You Babe“ von 1964 bekannt. Weitere Berühmtheit erlangten sie durch die TV-Show „The Sonny & Cher Comedy Hour“ in den 70ern.
Kennengelernt haben sich Cherilyn Sarkisian und Salvatore Bono, wie die beiden mit bürgerlichem Namen heißen, in einem Café im Herzen von Los Angeles. Das war ’62, als Cher gerade einmal 16 Jahre alt war. Aus Bekannten wurden beste Freunde und aus besten Freunden schließlich Liebende.
Knapp zwei Jahre später heirateten sie und bekamen ihren Sohn Chaz. Gegen Mitte der 70er, als die Beziehung zerbrach und das Paar letztlich doch getrennter Wege ging, gab es noch eine letzte öffentliche Reunion, die dem TV-Publikum ein lachendes und weinendes Auge bescheren sollte: 1976 kam es zu einem Wiederaufleben der „Sonny & Cher Show“. Die erste Folge der neuen Staffel besiegelten die beiden Superstars mit ihrem legendären Handschlag im Live-Fernsehen.
Orpheus & Eurydike
Er gilt als erster Gitarrenspieler und Sänger der Antike: Wunderknabe Orpheus. Als Apollon eines Tages gelangweilt am Ufer eines Flusses lag und Landschildkröten beim Schlendern zusah, kam ihm eine Idee. Er erlegte eines der unschuldigen Tierchen, befreite dieses von seinem Panzer und zog diesem schließlich vier Saiten aus Naturmaterialien über. Dies ist die Geburtsstunde der Lyra, dem ersten Saiteninstrument der griechischen Mythologie. Auf dieser sollte Orpheus später seine begnadeten Balladen vortragen, mit denen er die Menschen- und Götterwelt gleichermaßen vernarrt in sich machte.
Als er Eurydike die Liebe seines Lebens kennenlernt und die beiden heiraten, scheint alles perfekt. Zu perfekt. Ein Orakel sagt voraus, dass Eurydike im hohen Gras von einer Schlange gebissen werden wird. Und so kommt es. Als Orpheus vom Tod seiner Geliebten hört, macht er sich sofort in den Hades, die Unterwelt auf, um sie zu befreien. Er schafft es bis zum Gott der Unterwelt selbst und spielt diesem und dessen Frau Penelope ein Lied auf seiner Lyra vor, das so betörend schön ist, dass Hades sich auf einen Deal einlässt: Orpheus darf seine Eurydike zurück auf die Erde holen.
Doch hat die Sache einen Haken: Solange sich die beiden auf ihrem Weg „nach oben“ noch im Hades befinden, darf er sich nicht nach seiner schönen Frau umdrehen. Er muss den Gang durch die Unterwelt geduldig abwarten, bis er wieder ein Auge auf Eurydike legen darf. Doch seine Liebe ist zu stark, er dreht sich nach ihr um und verliert Eurydike für immer.
John Lennon & Yoko Ono
Als Plastic Ono Band waren Beatles-Superstar John Lennon und die japanische Konzeptkünstlerin Yoko Ono bekannt für ihr musikalisches Schaffen ebenso wie für diverse Kunstprojekte im Rahmen der New Yorker FLUXUS-Bewegung. Zu den bekanntesten Songs der beiden zählt zum Beispiel „Happy Xmas (War Is Over)“.
Kennengelernt hat sich das berühmte Paar in London 1966, als Ono in der dortigen Indica Gallery als Teil einer Sammelausstellung auch eigene Werke präsentierte. Eines davon war „Hammer A Nail“ – eine Installation, bestehend aus Nägeln, einem Hammer und einer weiß getünchten Holzwand. Das Konzept bestand darin, die Besucherinnen und Besucher einen Nagel in die Wand hämmern zu lassen. John Lennon kam vor Ausstellungsbeginn in die Galerie und wollte ebendies tun, den ersten Nagel in die Wand schlagen, als Yoko Ono auffuhr. Der Galerieleiter fragte sie, ob sie denn nicht wisse, wer Lennon sei? Sie verneinte und sagte zu Lennon: „Für fünf Schillinge dürfen Sie den ersten Nagel in die Wand schlagen.“ Woraufhin Lennon erwiderte: „Ich gebe Ihnen fünf imaginäre Schillinge und schlage dafür einen imaginären Nagel mit einem imaginären Hammer.“ Kurz darauf begann der Briefkontakt zwischen Yoko und John. 1969 heirateten die beiden und zelebrierten ihre Flitterwochen mit einem Bed-In, einem friedlichen einwöchigen Protest gegen den Vietnamkrieg.
Du bist ein riesengroßer John Lennon Fan? Dann empfehlen wir dir jetzt A Tribute to Beatles, einem großartigen Tribute-Konzert, das die größten Hits der Pilzköpfe wieder zum Leben erweckt.
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