
Wer ist wieder da? NINA, NINA, NINA! Bei Nina Chuba sind die Lyrics Programm. Ihr neues Album „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ ist seit September 2025 überall zu streamen und sorgt für ordentlich Aufsehen in der deutschen Popwelt. Zwischen Selbstliebe und Selbstzweifel, zwischen Clubhymne und verletzlicher Ballade: Die 26-Jährige zeigt einmal mehr, dass ihre Texte nicht nur leere Worte sind, sondern mitten ins Herz treffen. Hier kommt die Review zu Nina Chubas Album „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“!
Nina weiß, dass Nina kann
Dass auf dem Longplayer der Sängerin virale Hits vertreten sein werden, war eigentlich schon vor dem Release des Albums klar. Denn Nina Chuba hat nicht erst einmal einen absoluten Banger rausgehauen, der wochenlang im Radio, auf Partys oder Festivals rauf- und runterlief. Genau da möchte die Musikerin anknüpfen und eröffnet ihr neues Album „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ mit einer fetten Ansage: „Hallo, hallo, ich bin hier ganz oben. Hoch motiviert, ich musste mich nur kurz erholen. Wer gesagt hat, ich wär weg vom Fenster, hat gelogen, Spiel die erste Geige, jetzt werd’n andre Saiten aufgezogen“. Musikalisch untermalt wird der Opener-Song „NINA“ von catchy Beats und Bläsereinwürfen und trägt so eine eindeutige Message nach außen: „Nina weiß, dass Nina kann“!
Zwischen Self-Love und Zerrissenheit
Wer das Album aufmerksam anhört und nicht nur nach Tanzbarkeit Ausschau hält, findet den roten Faden von „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ sicherlich schnell. Denn wie beim Abzupfen von Gänseblümchen und dem zugehörigen Spiel „Er liebt mich, er liebt mich nicht“, verkörpern die Songs des Albums die Blütenblätter und spiegeln die Zerrissenheit des Lyrischen Ichs wieder. Während Songs wie „Jeeep“, „RAGE GIRL“ und „NINA“ vor Power, Wut und Energie nur so strotzen, zeigen „Überdosis“ und „Ende“ eine verletzliche, vielleicht sogar zerbrechliche und unsichere Seite.
Gesunde Entscheidungen und Selbstfürsorge
Dazwischen tummeln sich Tracks mit einer erfrischend gesunden Lebenseinstellung, obwohl es auch diesen nicht an Tiefgang mangelt. „Wenn das Liebe ist“ zeigt, dass echte Liebe – auch zu sich selbst – bedeutet, sich nicht zu verändern, um anderen zu gefallen: „Hab nicht vor, das hier zu ändern, nur weil du nicht magst, was ich mach“. Untermalt wird der Gute-Laune-Song von dem für Nina Chuba charakteristischen Pop-Sound. Der Song klingt selbstbewusst, kraftvoll und energiegeladen, ohne dabei Verletzlichkeit anzudeuten, vielmehr unterstreicht der Sound die Entschlossenheit zur Selbstliebe.
In „Fucked up“, ein Feature mit Rapper Makko, befreit sich die Protagonistin aus einer belastenden Beziehung. Besonders bemerkenswert ist aber, dass der Text nicht anklagend den Finger auf die Beziehungsperson richtet. Stattdessen zieht Nina Chuba in ihrem Part aus Rücksicht auf sich selbst einen Schlussstrich, wobei man ihren Schmerz trotzdem deutlich spüren kann: „Mir tut das weh, dich so zu seh’n, hast versprochen, dass du nichts mehr heimlich machst. Hatte Hoffnung dass du’s mir einfach machst“. Makkos Part wiederum zeigt die Perspektive der Beziehungsperson, die sich selbst Vorwürfe macht: „Jeden Morgen Sorgen wegen mir, sag, wie erträgst du das? Ja, ich weiß, wir beiden hab’n zu lange nur an mich gedacht“. Die beiden Parts zeichnen zusammen das Bild einer aussichtslosen Beziehung, in der beide Partnerpersonen einfach müde sind.
Gen Z ist „Unsicher“
Schon etwas früher als das ganze Album kam die Single-Auskopplung „Unsicher“ raus und wurde prompt zum viralen Trend-Sound auf TikTok. Kein Wunder, denn in „Unsicher“ legt Nina persönliche Struggles dar, die dieselben sind, wie die aller anderen Teenies und Mittzwanziger auch. Die Lyrics treffen mitten ins Herz und performen nicht zuletzt so gut, weil sie einfach relatable sind: „Ich mach mir viel zu viel Gedanken um Probleme, die’s nicht gibt, greife nach den Sternen und wenn ich’s schaff, dann nenn ich’s Glück“. Trotz der großen Ungewissheit und den Themen, die man eben mit Mitte Zwanzig so hat, geht Nina sanft mit sich selbst um und zeigt uns, dass wir das auch dürfen: „Ich stolper durch die große weite Welt, ich bin so unsicher. Ich bin noch nicht so gut dadrin, ich leb grade zum ersten Mal“.
Kritikerinnen und Kritiker mögen meinen, „Ich lieb mich, ich lieb mich nicht“ habe keinen richtigen roten Faden und wirke plump. Was ist aber, wenn genau das die Aussageabsicht des Albums ist? Nina Chuba ist gerade Mitte Zwanzig, in ihrem Leben geht es drunter und drüber. Im einen Moment ist alles super, sie steht auf den größten Bühnen der Nation, im anderen ist sie eine junge Frau, die sich irgendwie im Leben zurechtfinden muss. Wer also Lust hat auf catchy Pop-Sounds, eingängige Hooks und emotionalen Tiefgang, ist bei Nina Chuba genau richtig.
Wenn du mehr über Nina Chuba erfahren willst, findest du hier Nina Chuba im Porträt. Wer mehr über musikalische Neuheiten lesen will, schaut mal hier vorbei: Hayley Williams veröffentlicht 17 neue Songs – und schon sind sie wieder weg. Und wenn du das Ganze lieber direkt live erleben möchtest, kannst du dir auf dem Reservix-Portal einfach die Tickets für dein Lieblingskonzert sichern. Um immer auf dem Laufenden zu bleiben, folge uns auf TikTok, Instagram und Facebook.



