Skurrile Silvesterbräuche around the clock!

Skurrile Silvesterbräuche

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende und mit ihm unzählige Momente und Erinnerungen. Doch wo etwas endet, beginnt auch wieder etwas Neues. 2019 wartet schon und verspricht ein neues Jahr voller Erlebnisse zu werden. Der Jahreswechsel ist auf der ganzen Welt ein besonderes Ereignis, das fast überall mit gewissen Bräuchen verbunden ist. Dabei geht jedes Volk ein wenig anders vor. Wir stellen dir die skurrilsten Silvesterbräuche aus der ganzen Welt vor.

Schnee in Argentinien

Wenn es schon keinen Schnee gibt, dann färben die Menschen in Argentinien ihre Straßen eben selbst weiß. Dazu zerreißen sie alte Dokumente aus dem vergangenen Jahr und werfen sie aus dem Fenster. Diese Papiere symbolisieren die Lasten des letzten Jahres und machen Platz für neue, schönere Dinge im Leben der Argentinierinnen und Argentinier.

Wohl bekomm's

Russland gilt generell als ein Land der besonderen Bräuche und Traditionen. So ist es wenig verwunderlich, dass es auch zu Silvester anders zugeht, als in anderen Ländern. Die russische Bevölkerung feiert das Neujahrsfest erst Anfang Januar, da sich die russisch-orthodoxe Kirche nach dem julianischen Kalender richtet. Am 31. Dezember kommt Väterchen Frost und verteilt die Geschenke wie bei uns zu Weihnachten. Neujahr wird in Russland dann ausgelassen am 11. Januar gefeiert. Eine Tradition ist es, einen Zettel mit Wünschen zu verbrennen und die Asche in einem Glas Champagner zu verteilen. Ist das Glas bis Mitternacht geleert, steht der Erfüllung dieser Wünsche nichts mehr im Weg.

Zwölf Weintrauben

Ein bekannterer und doch sehr skurriler Brauch findet sich in Spanien. Hier essen die Menschen um Mitternacht 12 Weintrauben – mit jedem Glockenschlag eine. Wer das geschafft hat darf sich auf ein glückliches neues Jahr bei bester Gesundheit freuen. Wer es allerdings nicht schafft, die Weintrauben rechtzeitig zu essen, muss sich auf ein Jahr voller Pech gefasst machen. Also am besten Weintrauben ohne Kerne besorgen.

Im Norden geht's hoch her

Dass Scherben Glück bringen, gilt auch in Dänemark. Anders als in Deutschland wird dies aber nicht bei Polterabenden eingesetzt. Im südskandinavischen Land ist es Tradition, altes Geschirr vor der Tür von Nachbarn und Freunden zu zerschlagen. Je mehr Scherben, desto mehr Glück. Danach können es die Däninnen und Dänen wohl kaum erwarten ins neue Jahr zu kommen. Um Mitternacht springen sie von einem Stuhl hinein in ein glückliches neues Jahr.

Hogmanay in Großbritannien

Besonders Schottland ist für sein berauschendes Neujahrsfest bekannt. Aus einer kleinen Tradition hat sich das riesige Hogmanay Festival gebildet. Für drei Tage stehen Edinburgh und viele andere Städte Kopf. Ein spektakulärer Fackelzug, Livemusik und ein gigantisches Mitternachtsfeuerwerk gehören hier dazu. Eine weitere besondere Tradition ist das sogenannte „First Footing“. Hierbei ist das Ziel, bei Bekannten oder Freunden als erster über die Türschwelle zu treten. Ein großer, schwarzhaariger Mann soll dabei das meiste Glück bringen. Natürlich kommen die Gäste nicht mit leeren Händen. Traditionell hat der Besucher Whisky, eine Silbermünze, Brot, Salz und Holzkohle dabei. Diese Geschenke symbolisieren Geld, Nahrung, Wärme, ein langes Leben und natürlich besonders viel Glück.

Gesund und reich mit Kornelkirschzweigen

Mit geschmückten Zweigen der Kornelkirsche machen Kinder in Bulgarien sich von Haustür zu Haustür auf und verteilen Hiebe auf den Rücken. Reichtum und Glück sollen die Peitschenhiebe bringen und den Kindern Süßigkeiten.

Der wahrsagende Apfel

In Tschechien wird in der Silvesternacht das Apfelorakel befragt: Dazu wird ein Apfel halbiert und die Zukunft an der Form des Kerngehäuses abgelesen. Findet man die Apfelkerne in sternförmiger Anordnung vor, bedeutet es Glück für das neue Jahr. Bilden die Kerne hingegen ein Kreuz, verspricht dies Unheil.

Rot für das Glück

Die Italiener und Italienerinnen tragen ihre Glücksbringer unter den hoffentlich warmen Klamotten: Ob Boxershorts, Slip oder String-Tanga – rote Unterwäsche ist im Land des Dolce Vita zwingende Pflicht in der Silvesternacht. Das geht sogar so weit, dass die Kaufhäuser und Wäschegeschäfte Ende des Jahres vermehrt rote Dessous verkaufen.

Den Koffer packen

Auch auf dem amerikanischen Kontinent gibt es viele besondere Silvesterbräuche. In Kolumbien ist es beispielsweise Brauch, in der Silvesternacht gelbe Unterwäsche zu tragen. Das soll Geldsorgen fernhalten und Glück für das nächste Jahr bringen. Wer gerne verreist schnappt sich dazu noch einen Koffer und umrundet einmal das Haus. Ist diese kleine Reise beendet darf man sich im kommenden Jahr auf viele längere Reisen freuen.

Mit Trommeln und Pfeifen

Im ostafrikanischen Binnenstaat Uganda ist der Jahreswechsel kaum zu überhören. Egal ob mit Trommeln, Töpfen oder Trillerpfeifen, in Uganda wird das neue Jahr lautstark von den Menschen auf der Straße begrüßt.

Türen auf für das neue Tierkreiszeichen

In China hat das Neujahrsfest eine größere Bedeutung als irgendwo sonst. Nach einem alten Mythos muss an einem Neumond zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar das Neujahrsmonster mit Feuerwerk und den Farben Rot und Gold ferngehalten werden. Damit wird ein neues Jahr und ein neues Tierkreiszeichen eingeläutet. Das ganze Fest dauert insgesamt 15 Tage und ist mit einer Vielzahl an Silvesterbräuchen und Traditionen verbunden. Glück bringt es, Türen und Fenster zu öffnen, Süßigkeiten zu essen, die weißen Flecken eines Glückshundes zu berühren und vieles mehr. Vermeiden sollte man in dieser Zeit, die Haare zu schneiden, neue Schuhe oder Bücher zu kaufen. All das bringt Unglück und Sorgen im neuen Jahr.

Wenn auch du keine Lust mehr hast, jedes Jahr mit Dinner for One zu beenden, dann probiere etwas Neues. Silvester feiern kann ein ganz persönliches Erlebnis sein. Mit Bräuchen anderer Kulturen kannst auch du dein Jahr zu einem besonderen und außergewöhnlichen Abschluss bringen. Und nebenbei noch den ein oder anderen Glücksbonus mitnehmen.

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Lounis

Seit 2018 bin ich Teil des Reservix-Teams. Nebenbei studiere ich darauf hin, meinen Weg in die Filmbranche zu finden. Bis das klappt, betreibe ich illegale Wetten auf Schildkrötenrennen und klaue Kindern ihr Pausenbrot.

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