Verrückte Osterbräuche aus aller Welt

Osterbräuche

Wenn in Deutschland ein Hase Eier versteckt und die jährliche Suche beginnt, dann ist Ostern! Was für uns zum Osterfest dazugehört, mag in anderen Ländern für ein Stirnrunzeln sorgen. Aber wie geht es euch, wenn ihr einen Blick in andere Länder werft und euch die Osterbräuche dort anschaut? Findet es mit uns heraus und riskiert ein Stirnrunzeln. Wir haben für euch sieben verrückte Bräuche recherchiert!

Zwänzgerle

In der Schweiz, genauer gesagt in Zürich, findet man einen ganz besonderen Osterbrauch: Beim Zwänzgerle treten Kinder und Erwachsene gegeneinander an. Was es dazu braucht? Ein gekochtes Ei (mit Schale!) und ein Zwanzigrappenstück. Das Kind hält das gekochte Ei so, dass der Erwachsene mit der Münze darauf werfen und die Münze im Ei versenken kann. Gelingt ihm das, darf er das Ei essen. Wenn nicht, darf das Kind die Münze behalten.

Eierstoßen

Eier verstecken war gestern! In Bulgarien stoßen die Familienmitglieder die hartgekochten Eier gegeneinander. Wessen Ei am Ende unversehrt geblieben ist, wird im kommenden Jahr besonders viel Erfolg haben. Zur Tradition gehört es außerdem, am Gründonnerstag das erste Ei rot zu färben. Die Farbe soll an das Blut Christi erinnern. Um Kindern Gesundheit zu wünschen, werden mit diesem Ei die Wangen der Kinder berührt.

Kaninchennasenbeutler Bilby

In Australien ist der Osterhase out. Nachdem der eingeschleppte Hase sich aufgrund fehlender Fressfeinde rasant vermehrte und zur Plage wurde, wurde er ersetzt; und zwar durch den vom Aussterben bedrohten Bilby. Ein bisschen sieht das putzige Tierchen aus wie eine Mischung aus Kaninchen und Chinchilla. An Ostern gibt es Bilby in der Schokovariante.

Drachen steigen lassen

Ein weiterer kurioser Brauch kommt von den Bermuda Inseln: Einer Überlieferung nach, versuchte ein Lehrer seinen Schülern die Auferstehung Christi zu erklären. Um dies zu verbildlichen, baute er einen Drachen in der Form eines Kreuzes aus Stöcken mit Tüchern und ließ ihn steigen. Dies wurde zur Tradition: An Karfreitag lassen die Inselbewohner am Strand Drachen fliegen.

Von Weidenkätzchen und Purzelbäumen

„Die verrückten Engländer wieder“, werden sich jetzt sicher viele denken. Aber was spricht dagegen, sich auf ausgefallene Art und Weise ein bisschen Glück zu sichern. Dabei spielen gesammelte Weidenkätzchenzweige eine Rolle. Nein, sie sind nicht für die Osterdekoration gedacht: Die Engländer tätscheln sich damit gegenseitig. Das soll Glück für das nächste Jahr bringen.

In Wales hingegen steigen die Menschen vor Sonnenaufgang am Ostersonntag in einer Prozession auf einen Hügel. Sobald sich die Sonne zeigt, wird sie aus Freude mit drei Purzelbäumen begrüßt.

Heringe begraben

Wer bereits dachte, die Engländer seien crazy people, den belehren wir gerne eines Besseren: In Irland machen sich die Menschen aus den Dörfern zu einer Prozession auf, um auf einer Wiese, in zuvor ausgehobenen Gräbern, Heringe zu vergraben. Warum? Das Begräbnis symbolisiert das Ende der Fastenzeit, in der statt Fleisch nur Fisch auf den Teller kam. Traditionell dürfen sich die Iren danach auf Speck, Weißkohl und Kartoffeln freuen.

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Mirjam

Seit Herbst 2018 bin ich Teil des Reservix-Teams. Wenn ich nicht für das Ticketmagazin schreibe, tauche ich in geistiges Eigentum unterschiedlichster Künstler ein und lasse mich faszinieren und inspirieren. Bin ich gerade nicht in meinem eigenen Kopf unterwegs, findet man mich mit zu viel Schokolade in der Küche – Muffins backen.

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