
Yes I’m Very Tired Now – schon der Name klingt nach einer Mischung aus Ehrlichkeit und feinem Humor. Dahinter steckt Marc Frischknecht, ein Künstler, der mit seinem atmosphärischen Dark Pop zwischen Melancholie, Emotion und Energie seine ganz eigene Welt erschafft. Mit seinem Konzeptalbum „The Dark Tape“ geht er noch einen Schritt weiter und zeigt, wie intensiv Musik Gefühle ausdrücken kann. Wir haben mit dem Musiker gesprochen, im Interview erfährst du mehr über die Entstehung seines Künstlernamens, seinen Umgang mit kreativen Blockaden und die Magie, die auf der Bühne entsteht, wenn alles zusammenpasst.
Mit deinem Künstlernamen „Yes I’m Very Tired Now“ können sich bestimmt einige identifizieren. Was steckt hinter dem Namen?
Ich kann gut verstehen, dass der Name eine Erklärung braucht. Diese fällt jedoch ziemlich einfach aus: Ich leide schon seit meiner Kindheit an Schlafstörungen. Auf die Frage „Wie geht’s dir?“ antwortete ich deshalb oft: „Eigentlich gut – ich bin nur ziemlich müde.“ Irgendwann entstand daraus mein Künstlername.
Wie würdest du selbst deine Musik beschreiben? Welcher Teil des kreativen Prozesses macht dir am meisten Spaß?
Ich bezeichne meine Musik am liebsten als Dark Pop, auch wenn das natürlich ein etwas offener Begriff ist. Im Zentrum steht für mich die Melancholie. Dramaturgie spielt eine große Rolle, und ich liebe es, mit unerwarteten Momenten und Ausbrüchen zu spielen. Am meisten lebt meine Musik jedoch auf der Bühne: Wenn das Publikum und die Band miteinander verschmelzen, entsteht etwas Magisches.
Wenn sich mal eine kreative Blockade einschleicht, wie überwindest du diese?
Meistens nehme ich mir dann etwas Abstand von der Musik. Das Problem dabei: Diese Pausen dauern oft länger, als geplant und der Weg zurück in den kreativen Prozess wird dadurch umso schwieriger.
Dein aktuelles Album trägt den Titel „The Dark Tape“. Was war deine Vision und wie unterscheidet es sich von deinen bisherigen Arbeiten?
„The Dark Tape“ würde ich definitiv als Konzeptalbum bezeichnen. Ich habe mich darin bewusst sehr schwierigen Themen gewidmet – persönlich, politisch wie auch im Allgemeinen. Ein „The Happy Tape“ wird es von mir wohl vermutlich nie geben, aber mein nächstes Album wird auf jeden Fall wieder etwas mehr „Farben“ zeigen. So ist es jedenfalls mal geplant.
Gibt es einen Track auf dem Tape, der dir besonders viel bedeutet – und wenn ja, welcher und warum?
Der Song „The Dark Tape“ ist der Signature Track des Albums. Lyrisch gehe ich darin sehr direkt mit mir um – und offenbare dabei so einiges.
Bald bist du wieder auf den Bühnen unterwegs. Wie schaffst du es, die persönliche Atmosphäre deiner Musik auch live spürbar zu machen?
Das Wichtigste ist für mich die Harmonie zwischen den Musikerinnen und Musikern auf der Bühne. Wenn diese Verbindung stimmt, überträgt sich das auch auf das Publikum. Ich habe das große Glück, auch auf dieser Tour wieder mit starken und talentierten Persönlichkeiten unterwegs zu sein. Dafür bin ich sehr dankbar und ist alles andere wie selbstverständlich.
Yes I’m Very Tired Now kreiert mit seiner Musik einen Ort, an dem Platz für Melancholie und Sanftheit ist. Vor allem „The Dark Tape“ liefert den Soundtrack zum Einkuscheln und Nachdenken. Doch seine Kunst entfaltet genauso kraftvolle Momente. Egal ob leise oder laut, auf jeden Fall solltest du ein Konzert von diesem Ausnahmekünstler nicht verpassen! In unserem Ticketmagazin kannst du außerdem weitere spannende Künstlerinnen und Künstler kennenlernen, wie hier zum Beispiel Paula Dalla Corte. Für Eventhighlights, Gewinnspiele und alle Neuigkeiten rund um Events in deiner Nähe folgst du uns am Besten auf TikTok, Instagram und Facebook.
Wenn sich mal eine kreative Blockade einschleicht, wie überwindest du diese?



