Wer ist eigentlich dieser Halloween und was will er jedes Jahr von mir?


Süßes oder Saures! Kaum sind die Bierbänke vom Oktoberfest wieder eingeklappt, tauscht das feierwütige Volk Dirndl und Lederhosen gegen Vampirumhang und Zombiekutte. Wer sich nicht einem Trupp Kinder anschließen will, um auf der Jagd nach Süßigkeiten von Haus zu Haus zu stapfen, zieht lieber gleich um alle Häuser und macht dabei auf der einen oder anderen Party Halt. Aber was ist eigentlich Halloween? Ist dieses Fest tatsächlich nur eine US-amerikanische Plastik-Kommerz-Erfindung? Oder steckt doch mehr dahinter, als man denkt? Wir haben für dich recherchiert.

Das Datum

Sobald die Blätter von den Bäumen fallen und das Gartenmobiliar winterfest in grüne Plastikplanen eingewickelt wird, ändert sich die Luft und es wird ungemütlicher. Vorbei ist es mit lauer Luft und Freibadbesuchen, stattdessen kommen Nebel und kalte Nächte. Genau das ist die Zeit für schaurige Kostüme, Kunstblut und Spinnweben aus der Dose. Der Begriff Halloween kommt vom englischen All Hallows‘ Eve, also dem Abend vor Allerheiligen, das am 1. November gefeiert wird und der Blankoscheck für all die Heiligen ist, denen kein eigener Gedenktag zukommt. Die Heiden feiern an diesem Datum Samhain – den Tag, an dem die Barriere zwischen dem Geisterreich und dem Reich der Lebenden durchlässig wird.

Die Herkunft

Anders, als viele denken, ist Halloween keine US-amerikanische Erfindung, sondern ein Sammelsurium verschiedener Traditionen aus unterschiedlichen Ländern. Ganze Wissenschaftsgruppen beschäftigen sich mit der Herkunft des Festes, wobei es hitzige Diskussionen um christliche, keltische oder heidnische Einflüsse gibt. Ursprünglich war Halloween eine irische Tradition zum heidnischen Samhainfest, das als dunkler Pol des Jahres und Todesfeier gilt. Mit irischen Einwanderern kam der Brauch dann in die Vereinigten Staaten, wo er sich zu dem entwickelte, was wir heute kennen.

Die Verkleidungen

Der offensichtlichste Brauch zu Halloween ist das Verkleiden, ursprünglich als Abschreckung böser Geister gedacht. Oft werden dabei besonders gruselige Kostüme gewählt und es wird nicht mit künstlichem Blut gegeizt. Ein Klassiker ist die Verkleidung als Vampir oder Skelett, in den letzten Jahren sind die Zombies auf dem Vormarsch. Für alle, die es harmloser mögen, geben wir Entwarnung – man darf auch dann mitfeiern, wenn man als Cowboy oder Einhorn kommt.

Das Kürbisschnitzen

Wer den Kürbis nur als Hokkaido kennt, den man zu Suppe verarbeitet und mit in Sesam gewälzten Hähnchenspießchen und einem Glas Weißwein serviert, hat etwas verpasst: Das Schnitzen von Kürbissen ist eine feste Halloween-Tradition. Ob das klassische Gesicht mit den dreieeckigen Augen, kunstvolle Scherenschnitte oder lustige Fratzen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Sogar Star-Wars- und Minions-Kürbisse wurden schon gesichtet. Vorlagen findet man zum Ausdrucken in den Weiten des World Wide Web. Ursprung dieses Brauchs ist die alte Legende des Jack O‘Lantern, der den Teufel betrog und deswegen untot mit einer Kürbislaterne auf der Erde wandelt.

Die Gruselnacht des Jahres steht bevor und du bist jetzt für alle Fragen gewappnet. Viel Spaß beim Feiern!

Lena

Seit 2015 bin ich Teil des Reservix-Teams. Wenn ich nicht für das Ticketmagazin schreibe, findet man mich am Grill, auf dem Pferd oder mit der Nase im Duden – nur selten alles gleichzeitig.

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