Showportrait Circus Flic Flac

The Modern Art of Circus – das ist bei Flic Flac kein cleverer Werbespruch, sondern eine Tatsache. Die Familie Kastein aus dem westfälischen Bocholt erschafft Erlebnisse, die auch den härtesten Kerl von den Socken haut. Wie sie das macht? Mit Action, Rock, Adrenalin und jeder Menge Leidenschaft. Über 7 Millionen Menschen waren bereits bei Flic Flac zu Gast.

Die Geschichte

Wie erfindet man eine ganz neue Art von Zirkus? Das muss man Lothar und Benno Kastein fragen. Die beiden Artisten-Brüder hatten in den 80er-Jahren die Vision eines Zirkus ohne zylinderbehüteten Direktor, Löwendressur oder Affen, die Einrad fahren. In Bocholt an der holländischen Grenze gründeten sie ihr eigenes Unternehmen, in Oberhausen wurde 1989 schließlich die erste Show „Nicht irgendein Zirkus“ gestartet. Es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Aus dem schwarz-gelben Zelt wurden zwei, dann vier, schließlich kam ein 8-Mast-Zelt dazu, in dem vor allem die Motorradstunts genug Platz haben. Mittlerweile ist Flic Flac nicht nur für seine jährlich wechselnden Bombast-Shows bekannt, sondern auch für tolle Weihnachtsveranstaltungen und sogar Dinner-Abende. Ein Familienunternehmen ist es trotzdem noch: Larissa und Tatjana, die beiden erwachsenen Töchter von Benno Kastein, sind längst mit im Boot, genau wie Tom und Jenny, die Kinder seines Bruders Lothar.

Das Konzept

Flic Flac kommt ohne Tierdressuren und klassische Zirkuselemente aus. Stattdessen setzen die Macher auf Adrenalin, harte Töne und Nummern, die den Zuschauern ihren Atem rauben. Lichteffekte, Rockband, Pyrotechnik, Lasershow – Flic Flac kleckert nicht, sondern wirft die Klötze säckeweise auf die Bühne. Showtitel wie „Unzensiert“, „No Limits“, „Schrille Nacht, eilige Nacht“ oder „Höchststrafe“ zeigen dem Publikum, worauf es sich einstellen muss. Aber auch der Humor ist ein fester Bestandteil des Programms. Hier torkelt jedoch kein Clown in Kostüm und Maske durch die Manege und spritzt Wasser aus einer Blume am Revers. Nein, stattdessen gibt es feinste Slapstick-Einlagen, Comedy-Jonglage oder sogar Fahrrad-Comedy. Was das sein soll? Nun, das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Die Attraktionen

Trotz des wechselnden Programms und immer neuen Artisten und Akrobaten, die Flic Flac für ein Engagement gewinnen kann, gibt es einige Attraktionen, die in keiner Show fehlen. Eines von ihnen ist das Todesrad. Zwei miteinander verbundene Zylinder, ähnlich wie zwei Hamsterräder, die sich bis unter das Zeltdach drehen. Darin und auch darauf die Artisten, die bei waghalsigen Sprüngen und Stunts ihren Hals riskieren. Mit dieser Nummer traten schon die Brüder Kastein auf, damals aber noch ohne Licht- und Pyroshow.
Ein anderer Dauerbrenner sind die Motorradstunts. Früher im Globe of Speed, einem kugelförmigen Käfig, durch den bis zu zehn Fahrer donnerten und einander nur um Bremshebelbreite verfehlten. Heute außerhalb davon, durch die Luft fliegend, über Rampen springend, aber auf jeden Fall atemberaubend. Dazu kommen international bekannte Artisten und Akrobaten, die auf der ganzen Welt gesucht und für Flic Flac begeistert werden konnten. Auf dem Seil, an den Strapaten oder am Boden – spektakulär wird es immer.

Die Musik

Passend zum Showkonzept ist auch die Musikauswahl ungewöhnlich und innovativ. Die Flic-Flac-Programme werden von einer eigenen Band begleitet, die in den ersten Jahren Songs von The Prodigy oder Billy Idol spielte und später sogar eigene Stücke passend zum Programm kreierte. Eng damit verbunden sind die Licht- und Lasereffekte, die auf höchstem Stand der Technik sind. Genießen können die Zuschauer dies von Sitzreihen, die steil ansteigen und damit beste Sicht als Garantie auf das Ticket schreiben. Hier gibt es kein Zusammenrücken auf harten Holzbänken, stattdessen nummerierte und gepolsterte Einzelsitze.

Wer jetzt immer noch keine Lust auf die atemberaubende Welt des Flic Flac hat, dem können wir nicht mehr helfen. Für alle anderen gibt es Tickets für die aktuelle Tour bei Reservix.

Lena

Seit 2015 bin ich Teil des Reservix-Teams. Wenn ich nicht für das Ticketmagazin schreibe, findet man mich am Grill, auf dem Pferd oder mit der Nase im Duden – nur selten alles gleichzeitig.

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