
Laut, rebellisch und voller Energie – Heavy Metal ist mehr als nur ein Musikgenre. Es ist eine Welt für sich allein, mit ganz eigener Sprache, Ästhetik und Geschichte. Von „A“ wie „Alternative“ bis „Z“ wie „Zig-Zag Picking“ führt unser Heavy-Metal-ABC durch die wichtigsten Begriffe, Phänomene und Klischees des Genres. Egal, ob du seit Jahren in der ersten Reihe headbangst oder gerade erst in die Welt der harten Riffs eintauchst – hier bekommst du einen kompakten, manchmal augenzwinkernden Überblick über alles, was Metal-Fans bewegt. Also, Lautstärke hochdrehen und ab ins große Heavy-Metal-ABC!
A – Alternative
Beim Heavy Metal geht es oft darum, sich vom status quo des Mainstreams abzuheben. Man will die Musik schneller, härter, lauter. Neben den großen Trends der Popmusik existiert auch diese zweite, ungezügelte Welt der lauten Gitarren und düster-rebellischen Songtexte.
B – Bang Your Head
Keine andere Körperbewegung wird so sehr mit Heavy Metal in Verbindung gebracht wie das Headbangen. Mittlerweile gibt es sogar Lehrgänge zur richtigen Kopfbewegung und eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten: vorwärts, rückwärts, seitwärts und so weiter und so fort.
C – Corrupted
Es ist einfach, Metal als westliches Phänomen zu kennzeichnen. Seine Ursprünge liegen in Großbritannien, die meisten der großen Bands kommen aus den Vereinigten Staaten und auch was Konzerte und Festivals angeht, so liegt der Schwerpunkt eindeutig auf Europa und Nordamerika. Es gibt aber auch eine vielfältige Heavy-Metal-Szene in Lateinamerika und in Ostasien. Beispielsweise ist die japanische Metalband Corrupted bereits seit Mitte der 90er-Jahre bekannt dafür, ihre Alben mit teils halbstündigen Tracks zu füllen. Und in Indonesien haben Bands wie Burgerkill eine lebendige Fangemeinde.
D – Doom Metal
Doom Metal ist ein Subgenre des Metal und geht auf den Bluesrock sowie den Psychedelic Rock zurück. Mit einerseits für den Metal typischen verzerrten und tiefer gestimmten Gitarren und andererseits dem Bluesrock entlehnten Klargesang und reduzierten Tempo entsteht im Doom Metal eine komplexe Grundstimmung, die zwischen erdig warm und düster kühl oszilliert. Bekannte Vertreter des Doom sind zum Beispiel Black Sabbath.
E – England
Die Rolle des traditionsreichen kleinen Inselstaates kann nicht hoch genug geschätzt werden. Man kann so ziemlich die gesamte Geschichte des Heavy Metal an britischen Bands nachvollziehen: von den Anfängen des Blues- und Hardrock mit den Beatles über die Metalbands der ersten Stunde wie Led Zeppelin, Black Sabbath und Motörhead bis hin zu aktuell erfolgreichen Acts wie Bring Me the Horizon. Ohne Lemmy und Ozzy… wo wäre Metal heute?
F – Forschung
Ja, auch in der Wissenschaft findet Heavy Metal seinen Platz. Die Heavy Metal Forschung bezieht sich auf wissenschaftliche Untersuchungen, Analysen und Studien, die sich mit dem Musikgenre auseinandersetzen. Dabei geht es natürlich um die musikalische Analyse und die historische Entwicklung, aber auch um die psychologischen Aspekte, welche die Musikerinnen und Musiker als auch das Publikum betreffen. Davon wird später noch die Rede sein.
G – Gutturaler Gesang
„Metal ist doch nur Lärm mit Geschrei!“, mögen voreingenommene Stimmen behaupten. Zugegeben: Ein Wiedererkennungsmerkmal des Metals ist der sogenannte gutturale Gesang, oder eben umgangssprachlich „Geschrei“. Dieser Art des Gesangs liegt aber tatsächlich eine komplexe und vielfältige Gesangstechnik zugrunde. Denn bei falscher Anwendung dieser Vocals kann es zu langfristigen Schäden an Stimmlippen und Kehlkopf kommen. Je nach bestimmter Technik produzieren die Sängerinnen und Sänger zum Beispiel so genannte Growls (in tieferer Stimmlage) oder Screams (in höherer Stimmlage).
H – Happy Metal
Die Forschung hat es gezeigt und keinen Fan wird es überraschen: Metal-Fans sind statistisch gesehen die glücklicheren Menschen. Sie können besser mit ihren eigenen Gefühlen umgehen und sind im Alltag eher höflich, empathisch und umgänglich. Wer sich also manchmal vom Alltagsstress überrumpelt fühlt, kann einfach mal versuchen, die Boxen zu Hause oder im Auto voll aufdrehen, headbangen und mitgrölen, was das Zeug hält. Vielleicht hilft’s ja!
I – Instrumente
Die Instrumente des Metal sind vielfältig und unendlich kombinierbar, solange das Endergebnis vor allem eines ist: laut! Meistens bleibt die instrumentale Grundbesetzung aber gleich: Schlagzeug, Bass, mindestens eine Gitarre und Vocals. Dabei wäre es ein Trugschluss zu behaupten, im Metal komme ausschließlich gutturaler Gesang zum Einsatz. Auch hier sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Um diese Basis herum gibt es in instrumentaler Hinsicht aber keine No-Gos. Du kannst mit einer Gitarre und einem Blecheimer eine Garagenband gründen oder mit einem Orchester, riesigen Drum-Batterien und einer Orgel Heavy-Metal-Kathedralen bauen – es gibt keine Grenze, alles hängt nur von der musikalischen Vision ab.
Wir Freundinnen und Freunde der harten Gitarrenmusik lieben eine spannungsgeladene Luft, deshalb wollen wir die Buchstaben „J“ bis „P“ auch erst nächste Woche in Part Zwei unseres Heavy-Metal-ABCs besprechen. Für mehr Input und aktuelle News schaust du am besten im Ticketmagazin vorbei und folgst uns auf Instagram, TikTok und Facebook.
G – Gutturaler Gesang



